Nr. 734-736 LV: Beispielrechnungen 1999-2010

Was ist an der Beurteilung von Lebensversicherungen eigentlich so schwierig? Jahrzehntelang wurden die Gesellschaften nach ihren Beispielrechnungen beurteilt. Den Kunden wurde vorgegaukelt, man könne heute die Ablaufleistung für einen Fälligkeitszeitpunkt in der Zukunft prognostizieren, das Ergebnis der Beispielrechnung sei ein Versprechen. Viele Hasardeure haben sogar auf das Ergebnis der Beispielrechnungen Finanzierungen aufgebaut. Frei nach dem Motto: Gestern und vorgestern hat die Sonne geschienen, denn kann es morgen nicht regnen. Doch inzwischen gießt es in Strömen. Die Notenbanken haben die Umlaufrendite festverzinslicher Wertpapiere in den Keller geprügelt. Einst brachten Zinspapiere 7,36 %, seit 1995 aber nur noch 4,34 %. Inzwischen werden Beispielrechnungen kaum noch angefasst. Das ist nun genauso falsch wie der Missbrauch als Prognose. Denn die Beispielrechnung zeigt, besser als die zu Jahresbeginn hoch gehandelten Deklarationssätze, wo die Gewinnbeteiligung des Versicherers im aktuellen Geschäftsjahr steht. Ein Vergleich der Gesellschaften untereinander macht also durchaus Sinn, wenn man sich darüber im Klaren ist, dass es sich im Zeitpunktinformationen und nicht um Zeitrauminformationen im Sinne einer Prognose handelt. Richtig spannend wird es, wenn man die Beispielrechnungen der vergangenen Jahre nebeneinander legt und den Markt auf 100 normiert. Dann bekommt man aus den Beispielrechnungen eine Formkurve des Lebensversicherers am Markt. Wie im neuen map-report 734-736 zum Thema „Beispielrechnungen im Langfristvergleich 1999-2010“.

 Bitte beachten: Bei einem Dateiumfang ca. 10 MB macht die pdf-Bestellung per Mail dann einen Sinn, wenn das Posteingangsfach des Bestellers mindestens 15 MB umfasst. Wer nur einen kleineren Mailbriefkasten hat, trotzdem lieber eine PDF statt des gedruckten Heftes möchte, dem schicken wir zum gleichen Preis per Post eine CD.

 

 

(Erschienen im April 2010)