map - report special: Arbeitsmarkt 2008

Die Bundesagentur für Arbeit hat inzwischen regelmäßig frohe Botschaften zu verkünden. Hunderttausende Arbeitslose finden einen Job und werden damit wieder vorsorgefähig. Aber nur, wenn sie den Arbeitsmarkt als Markt begreifen und die Kenntnisse und Fähigkeiten anbieten, die auch gefragt sind. Wer meint, hausfrauliche Putzfähigkeiten am Arbeitsmarkt zu Geld machen zu können, der wird auch weiterhin vom Aufschwung nichts merken. 169.025 Arbeitslose suchen einen Putzjob, aber nur 4.398 Stellen sind frei. Auf der anderen Seite sind es nicht nur Ingenieure und andere Akademiker, die händeringend gesucht werden. Akuter Arbeitskräftemangel herrscht zum Beispiel in traditionellen handwerklichen Ausbildungsberufen wie Dreher und Fräser. In beiden Berufen zusammen sucht die Wirtschaft fast 9.500 neue Mitarbeiter. Aber nur knapp 4.500 Menschen mit dieser Ausbildung sind derzeit arbeitslos gemeldet. Selbst wenn alle Arbeitslosen auch bereit und in der Lage sind, die Jobs anzunehmen, kann jede zweite Stelle nicht besetzt werden. Welch eine Chance für Menschen, mit dem Erwerb einer Zusatzqualifikation wieder beruflich erfolgreich zu werden. Und welch eine Chance für den kundenorientierten Vermittler, mit kleinen Hinweisen in die richtige Richtung dem Kunden wieder beruflich Boden unter den Füßen zu verschaffen und ihn wieder vorsorgefähig zu machen. Der aktuelle map-report special bietet für rund 420 alphabetisch sortierte Berufe Arbeitslose, offene Stellen, eine Verhältniskennzahl und eine Bewertung der Chancen Ende Juni 2008.

 

(Erschienen im Juli 2008)